Kriterien der Strukturierung von Adwords Kampagnen
19. März 2010 – 09:23Adwords-Kampagnen haben die Tendenz, mit der Zeit zu wachsen. Wenn sie gut gedeihen, dann wuchern sie irgendwann auch einmal und werden immer unübersichtlicher. Eine solche Unübersichtlichkeit bringt dann Arbeit mit sich und birgt zudem die Gefahr, dass unschöne Entwicklungen zu lange unentdeckt bleiben, weil man sie schlicht übersieht.
Vor dem Start: Antizipieren, was passieren könnte
Bevor man loslegt, sollte man sich einfach mal vor einen weißen Zettel setzen und skizzieren, welche Keyword-Welten in Zukunft möglicherweise beworben werden könnten. Dabei sollte man diese von Anfang an in verschiedenen Keywordsphären einteilen. Dies könnten z.B. generische Begriffe oder Markenbegriffe sein.
TIPP: Für jedes Thema, sollte eine eigene Kampagne aufgebaut werden.
Eine weitere Einteilungsmöglichkeit, die von vornherein in Betracht gezogen werden sollte, ist die Geographie der Anzeigenschaltung. Bewirbt man die gleichen Keywords auf verschiedenen nationalen Märkten (z.B. Deutschland, Österreich, Schweiz), dann sollte auch für jedes einzelne Land eine eigene Kampagne erstellt werden. Hat man oben im ersten Step bereits eine Kampagne über generische Begriffe und eine Kampagne über Markennamen festgelegt, dann verdoppelt sich die Anzahl der Kampagnen, wird man auch in Österreich aktiv und sie verdreifacht sich, wenn man auch in die Schweiz geht. Das gleiche gilt für den Start im Contentnetzwerk. Auch hierfür sollte jeweils eine eigene Kampagne angelegt werden.
Weitere sinnvolle Gründe eine eigene Kampagne anzulegen
Die oben genannten Einteilungsvorschläge dienen vor allem der Übersichtlichkeit und dem Kosten- und Conversionmangement. Es kommt nämlich vor, dass Keywords auf einzelnen Märkten besser konvertieren als auf anderen. Würde man alles in einen Topf schmeiflen, läuft man Gefahr, dass Keywords abgestellt werden, die sich auf einem einzelnen Markt noch rechnen würden. Es gibt durchaus weitere Gründe für eine noch feinere Strukturierung. Ein wichtiger Aspekt sind sicherlich die zu erwartenden Kosten pro Conversion. Werden z.B. von einem Autohändler sowohl Autos beworben als auch Auto-Zubehör, dann macht es durchaus Sinn auch hierfür jeweils wieder eigene Kampagnen einzurichten. Dies hat den Vorteil, dass man Anzeigengruppen innerhalb von Kampagnen gruppiert, bei denen man vergleichsweise homogene Kosten pro Conversion zu erwarten hat. Explodieren in einer Anzeigengruppe mit eher niedrigen Kosten pro Warenkorb, dann fällt das leichter auf.
Weite Möglichkeiten der Strukturierungy seiner Adwords Kampagnen
Mitunter kann es auch vorteilhaft sein, Top-Keywords mit einer langen Historie in eine Gruppe Top-Performer zusammenzufassen. Muss man sich um diese nicht mehr groß kümmern, dann erhöht sich die Übersichtlichkeit in den anderen Gruppen. Eine weitere Einteilungsmöglichkeit kann auch nach gebuchten Keyword-Optionen erfogen. Dann werden exakt gebuchte Keywords und solche im Broad-Match in jeweils eigenen Kampagnen sortiert.
Wie auch immer man das Keyword-Portfolio strukturiert, es sollte so passieren, dass man ein Maximum an Übersichtlichkeit erreicht. Deshalb sollte man vor dem Start genügend “Gehirnschmalz” in die Strukturierung der Kampagnen investieren.
Dieser Gastartikel wurde von Klaus-Martin Meyer eingereicht. Er betreut diverse SEM-Kampagnen für mehrere Online-Shops unter anderen für Telefone und Servietten.
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